Meierei Füllenberg

Die Anreise aus Wien ist relativ komfortabel über die Autobahn zu gestalten. Die Ausschilderung auf der Bundesstraße ist abenteuerlich, um nicht zu sagen kaum vorhanden. Hier könnte man mit etwas Liebe durchaus eine schöne Beschilderung gestalten. Abenteuerlich geht es weiter, auf einem Waldweg, das wird vor allem im Winter dem einen oder Anderen den Schweiß auf die Stirn treiben.

Entschädigt wird man sofort bei der Ankunft mit einem malerisch, alten Landschaftsbild, denn von einer Ortschaft kann man nicht wirklich sprechen.

Gleich vorneweg, von der Meierei selbst sollte man sich nicht all zuviel erwarten, denn es ist ja eigentlich nur ein besserer Imbissstand. Das kam mir nämlich schon bei der Recherche im Herold etwas seltsam vor.

Drinnen im Lokal, auch den Eingang konnte man nicht gleich finden, steht man in einer hübschen Stube, einzig der direkte Blick in die Küche trübt den eigentlich positiven Eindruck. Man sieht sich um, nett gedeckte Tische, beim Blick nach links sieht man den zweiten Gastraum, welcher einem gar nicht gefallen mag. Er wirkt dunkel und alt – aber nicht das schöne Alt, sondern jenes Alt, das man eben nicht so gerne sieht.

Darum haben wir im Eingangsraum mit dem schönen Alt Platz genommen. Der Blick lief zum Glück nicht in die Küche, was aber nicht daran hindern konnte, dass man das neu-österreichische Personal hören konnte. Die Bewirtung war freundlich, aber kühl. Jetzt kann ich es endlich auch anbringen, dass es auch im Raum sehr kühl war und ich mich nicht wirklich wohlgefühlt habe. Ich finde gerade im Winter gehört zu einem gemütlichen Besuch auch immer eine warme, vielleicht sogar leicht über warme Stube. Aber meine Daunenjacke wollte ich dann doch nicht anlassen.

Bestellt haben wir die Eierspeise einmal mit und ohne Speck. Sie wurde in einer alten, leicht abgeschlagenen Emailpfanne serviert und schmeckte sehr gut. Das dazugereichte Brot war wenig und mittelgut. Ich finde es immer etwas ärmlich, wenn beim Brot gespart wird. Ein volles Körbchen vermittelt auch eine gewisse Wohlfühlatmosphäre, auch wenn man dann wenig davon ißt.

Die Schokolade war sehr süss und wenig, auch hier war ich nicht so recht zufrieden. Denn wenn es schon so eine süße Brühe ist, dann bitte einen ordentlichen Humpen davon.

Darum kann ich sagen, dass es die Spazierer, mit welchen wir uns kurz unterhalten haben richtig gemacht haben, kurz rein, ein paar Jausenbrote holen und dann ab in die Wildnis. Eigentlich ja auch eher der Sinn eines Imbiss. Wir konnten das aber nicht, da ja unser Hund noch geschont werden muss.

Darum ist auch der darauf folgende Spaziergang eher kurz ausgefallen. Eddy hat sich im Wald und Schnee jedoch sehr wohlgefühlt, und ich denke man kann dort in der Natur eine schöne Runde gehen. Das möchte ich dem geneigten Leser auf jeden Fall empfehlen.

Fazit – durchaus eine Reise wert zum Spazieren in der Natur, die Meierei sollte wohl doch nur eher als Imbiss genutzt werden oder im Sommer eben zum draußen sitzen und vielleicht etwas trinken.

Empfehlung – etwas aus der Meierei machen, die Location hat durchaus Potenzial und Hintergrund. Mit etwas Liebe zur Landschaft und dem Lokal, ein paar ausgesuchten qualitativ hochwertigen Speisen und passenden Geschirr könnte man ein kleines Juwel zaubern, welches den Menschen viel positive Energie geben würde. Hier könnte ein glänzender Kraftpunkt im Niemandsland entstehen!

Kontakt:
Meierei Füllenberg
Füllenberg 5
2532 Heiligenkreuz
Tel.: (02258) 8244

 

 

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